Der Endwert stellt sämtliche erwarteten Cashflows eines Unternehmens jenseits des expliziten Prognosezeitraums eines DCF-Modells dar, verdichtet zu einer einzigen Größe. Am häufigsten wird er mit dem Gordon-Wachstumsmodell berechnet: Der Cashflow des letzten Jahres wird mit einer moderaten ewigen Wachstumsrate fortgeschrieben und durch den Diskontierungssatz abzüglich dieser Wachstumsrate geteilt.
Durchgerechnetes Beispiel
Freier Cashflow des letzten Jahres 110 $, ewiges Wachstum 2,5 %, Diskontierungssatz 8 %. Endwert = 110 × (1 + 0,025) ÷ (0,08 − 0,025) = 112,75 ÷ 0,055 ≈ 2.050 $, der anschließend auf heute abgezinst wird.
Warum es wichtig ist
Der Endwert macht häufig 60 % bis 80 % des Gesamtwerts eines DCF aus, weshalb die dahinterstehenden Annahmen enorm ins Gewicht fallen. Die ewige Wachstumsrate muss unter dem Diskontierungssatz bleiben und sollte das langfristige Wirtschaftswachstum nicht übersteigen, sonst bricht das Modell zusammen.
Häufig gestellte Fragen
In der Regel nicht höher als das langfristige BIP-Wachstum, oft im Bereich von 2 %–3 %, da kein Unternehmen auf Dauer schneller wachsen kann als die Wirtschaft.