Die Eigenkapitalkosten sind die Rendite, die Aktionäre als Ausgleich für das Risiko verlangen, die Aktien eines Unternehmens zu besitzen. Sie werden üblicherweise mit dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) geschätzt: der risikofreie Zinssatz zuzüglich des Beta der Aktie multipliziert mit der Eigenkapitalrisikoprämie. Sie sind einer der beiden Grundbausteine der WACC.
Durchgerechnetes Beispiel
Bei einem risikofreien Zinssatz von 4 %, einem Beta von 1,2 und einer Eigenkapitalrisikoprämie von 5 %: Eigenkapitalkosten = 4 % + 1,2 × 5 % = 10 %.
Warum es wichtig ist
Die Eigenkapitalkosten sind fast immer höher als die Fremdkapitalkosten, weil Eigenkapitalgeber zuletzt bedient werden und ein höheres Risiko tragen. Sie sind für die meisten Unternehmen der größte Einzeltreiber der WACC, da die meisten Firmen überwiegend mit Eigenkapital finanziert sind.
Häufig gestellte Fragen
Aktionäre stehen bei einer Insolvenz des Unternehmens hinter den Kreditgebern, und ihre Renditen sind nicht vertraglich garantiert. Daher verlangen sie eine höhere erwartete Rendite, um dieses zusätzliche Risiko auszugleichen.