Kapitalkosten & WACC

Fremdkapitalkosten

Die Fremdkapitalkosten sind der effektive Zinssatz, den ein Unternehmen für seine Verbindlichkeiten zahlt. Da Zinsen steuerlich absetzbar sind, fließt in den WACC die Fremdkapitalkosten nach Steuern ein: der Vorsteuersatz multipliziert mit eins minus dem Steuersatz. Sie sind in der Regel die günstigste Finanzierungsquelle eines Unternehmens.

Durchgerechnetes Beispiel

Ein Unternehmen zahlt 6 % Zinsen auf seine Verbindlichkeiten und hat einen Steuersatz von 25 %. Fremdkapitalkosten nach Steuern = 6 % × (1 − 0,25) = 4,5 %.

Warum es wichtig ist

Die steuerliche Absetzbarkeit der Zinsen ist der Grund, warum Fremdkapital den WACC bis zu einem gewissen Punkt senkt. Das ist das sogenannte „Tax Shield". Jenseits dieses Punktes treibt das steigende Ausfallrisiko sowohl die Fremd- als auch die Eigenkapitalkosten nach oben.

Häufig gestellte Fragen

Entweder teilen Sie den gesamten Zinsaufwand durch die Gesamtverschuldung, oder Sie verwenden die Rendite bis zur Fälligkeit der ausstehenden Anleihen des Unternehmens, die widerspiegelt, was der Markt ihm derzeit für die Kreditaufnahme berechnet.


Entwickelt & gepflegt von Worthmap · Zuletzt aktualisiert 17. August 2026
Nur zu Bildungszwecken. Dieses Tool liefert Schätzungen zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse basieren auf den von Ihnen eingegebenen Daten und mathematischen Modellen, sie sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Konsultieren Sie stets einen qualifizierten Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.