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Liquidität 1. Grades (Cash Ratio)

Die Cash Ratio, im deutschsprachigen Raum auch Liquidität 1. Grades (oder Liquiditätsgrad 1) genannt, ist der Kassenbestand eines Unternehmens samt Bankguthaben und Zahlungsmitteläquivalenten geteilt durch seine kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zahlungsmitteläquivalente sind sehr sichere Anlagen, die sich fast sofort in Bargeld verwandeln lassen, etwa Festgeld und kurz laufende Staatsanleihen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind die Rechnungen und Schulden, die innerhalb eines Jahres fällig werden. Es ist die strengste der drei Liquiditätskennzahlen: Anders als die Liquidität 2. und 3. Grades lässt sie Forderungen und Vorräte außen vor und fragt nur, ob das Unternehmen mit dem Geld, das es heute hat, die in diesem Jahr fälligen Schulden bezahlen könnte.

Durchgerechnetes Beispiel

Unternehmen A hat 100.000 $ an flüssigen Mitteln (Kasse, Bankguthaben und Zahlungsmitteläquivalente), 200.000 $ Forderungen gegen Kunden und 200.000 $ Vorräte. Innerhalb des Jahres muss es 400.000 $ an Lieferanten und Kreditgeber zahlen. Cash Ratio = 100.000 $ ÷ 400.000 $ = 0,25. Zum Vergleich: Liquidität 2. Grades = (100.000 $ + 200.000 $) ÷ 400.000 $ = 0,75 und Liquidität 3. Grades = (100.000 $ + 200.000 $ + 200.000 $) ÷ 400.000 $ = 1,25. Zusammen gelesen zeigen die drei Zahlen ein Unternehmen, das auf dem Papier bequem dasteht, heute aber nur ein Viertel seiner Schulden allein aus dem Geldbestand zahlen könnte. Es hängt also davon ab, dass Kunden zahlen und Vorräte verkauft werden.

Warum es wichtig ist

Die Cash Ratio ist die schärfste Art zu fragen, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Rechnungen bezahlen könnte, wenn sonst nichts mehr hereinkäme. Die Zahlen stehen in der Bilanz des Geschäftsberichts. Ein niedriger Wert ist verbreitet und für sich genommen nicht alarmierend, denn die meisten gesunden Unternehmen lassen wenig Geld ungenutzt liegen und rechnen damit, dass Kunden zahlen und Vorräte verkauft werden. Auch ein sehr hoher Wert kann eine Frage aufwerfen: Das Unternehmen hält vielleicht Geld, das es noch nicht eingesetzt hat, oder bereitet sich auf eine große Zahlung vor. Übliche Werte unterscheiden sich je nach Branche, und der Geldbestand am Stichtag kann zeitbedingt ungewöhnlich hoch oder niedrig sein. Ein Wert ist eine Frage, der man nachgehen sollte, kein Urteil. Vergleichen Sie ihn mit Unternehmen derselben Branche, mit früheren Jahren desselben Unternehmens und zusammen mit der Liquidität 2. und 3. Grades.

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Häufig gestellte Fragen

Es gibt kein einheitlich gutes Niveau, denn es hängt von der Branche ab. Ein Wert ab 1 heißt, dass allein das Geld alle innerhalb eines Jahres fälligen Schulden deckt. Doch nur wenige gesunde Unternehmen halten so viel ungenutztes Geld, ein niedrigerer Wert ist also normal und für sich genommen nicht alarmierend. Vergleichen Sie ihn mit ähnlichen Unternehmen und mit früheren Jahren desselben Unternehmens.

Alle drei teilen durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquidität 1. Grades (Cash Ratio) zählt nur Kasse, Bankguthaben und Zahlungsmitteläquivalente. Die Liquidität 2. Grades (Quick Ratio) nimmt die Forderungen hinzu. Die Liquidität 3. Grades (Current Ratio) zählt zusätzlich die Vorräte. Die erste ist also die strengste, die dritte die großzügigste.

Beide Zahlen stehen in der Bilanz des Geschäftsberichts, unter flüssigen Mitteln und unter kurzfristigen Verbindlichkeiten. Nehmen Sie für beide denselben Stichtag.