Der Buchwert je Aktie ist das den Stammaktionären zustehende Eigenkapital eines Unternehmens geteilt durch die Anzahl der ausstehenden Aktien. Er zeigt den bilanziellen Wert beziehungsweise Nettovermögenswert, der jeder Aktie zuzurechnen wäre, wenn die Vermögenswerte des Unternehmens zu ihrem Bilanzwert verkauft und sämtliche Verbindlichkeiten zurückgezahlt würden. Anleger vergleichen ihn mit dem Marktpreis, um einzuschätzen, ob eine Aktie über oder unter ihrem bilanziellen Wert gehandelt wird.
Durchgerechnetes Beispiel
Ein Unternehmen verfügt über ein Eigenkapital von insgesamt 500 Mio. $ und hat keine Vorzugsaktien. Es sind 50 Mio. Aktien ausstehend. Buchwert je Aktie = 500.000.000 $ ÷ 50.000.000 = 10,00 $ je Aktie.
Warum es wichtig ist
Der Buchwert je Aktie ist ein Maßstab für Value-Investoren, die häufig nach Aktien suchen, die nahe oder unter diesem Wert gehandelt werden, da dies auf eine mögliche Sicherheitsmarge hindeutet. Die zentrale Fallstrick besteht darin, dass der Buchwert eine bilanzielle Größe ist: Er kann Unternehmen mit hohem Anteil immaterieller Vermögenswerte wie Softwarehäuser unterbewerten und Unternehmen überbewerten, deren Vermögenswerte zwar an Wert verloren haben, aber noch nicht abgeschrieben wurden. Am aussagekräftigsten ist er für anlageintensive Branchen wie Banken und die Industrie.
Häufig gestellte Fragen
Der Buchwert je Aktie stammt aus der Bilanz, während der Marktwert der von den Anlegern festgelegte Aktienkurs ist. Der Marktpreis spiegelt die erwarteten künftigen Gewinne und immaterielle Werte wider und liegt daher häufig über dem Buchwert.
Ja. Übersteigen die gesamten Verbindlichkeiten eines Unternehmens seine Vermögenswerte, ist das Eigenkapital negativ und damit auch der Buchwert je Aktie. Dies deutet in der Regel auf finanzielle Schwierigkeiten oder hohe aufgelaufene Verluste hin.