Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, ist der aktuelle Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Es zeigt, wie viele Geldeinheiten Anleger für jede Einheit Jahresgewinn eines Unternehmens zu zahlen bereit sind. Ein hohes KGV deutet darauf hin, dass der Markt ein starkes künftiges Wachstum erwartet, während ein niedriges KGV auf eine günstigere Bewertung oder schwächere Aussichten hindeuten kann.
Durchgerechnetes Beispiel
Eine Aktie wird zu 40 $ je Stück gehandelt, und das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Gewinn je Aktie von 2,00 $ erzielt. KGV = 40 $ ÷ 2,00 $ = 20. Die Anleger zahlen für die Aktie das 20-Fache des Jahresgewinns des Unternehmens.
Warum es wichtig ist
Das KGV ist die gebräuchlichste Kurzformel dafür, ob eine Aktie im Verhältnis zu ihren Gewinnen günstig oder teuer erscheint, und es macht Unternehmen unterschiedlicher Größe vergleichbar. Die wichtigste Gefahr ist die isolierte Verwendung: Das KGV ist bei negativen Gewinnen bedeutungslos, schwankt von Branche zu Branche enorm und kann allein deshalb niedrig wirken, weil die Gewinne vorübergehend aufgebläht sind. Am aussagekräftigsten ist es im Vergleich mit Wettbewerbern und der eigenen Historie des Unternehmens.
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Häufig gestellte Fragen
Es gibt kein einzelnes gutes Niveau; es hängt von der Branche, der Wachstumsrate und den Zinssätzen ab. Ein KGV unterhalb dessen der Wettbewerber oder des historischen Durchschnitts kann Werthaltigkeit signalisieren, doch ein niedriges KGV kann auch echte Risiken oder schrumpfende Gewinne widerspiegeln.
Das nachlaufende (trailing) KGV verwendet die tatsächlichen Gewinne der letzten 12 Monate, während das vorausschauende (forward) KGV die von Analysten prognostizierten Gewinne der nächsten 12 Monate heranzieht. Das vorausschauende KGV spiegelt Erwartungen wider, hängt aber von der Genauigkeit dieser Schätzungen ab.