Kenne deinen Puffer, bevor du kaufst
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Wozu die Aktie heute gehandelt wird, z. B. 65.
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Was eine Aktie deiner Meinung nach wirklich wert ist, z. B. 100.
Sicherheitsmarge
Kurz gesagt: Du bewertest die Aktie mit $100,00, und sie wird zu $65,00 gehandelt. Du würdest sie also für $35,00 weniger kaufen, als sie deiner Meinung nach wert ist. Dieser Abstand entspricht 35,0 % deiner Schätzung: deine Sicherheitsmarge, der Puffer, falls die Schätzung zu hoch ist oder der Kurs fällt.
Aktueller Kurs
Innerer Wert
Der innere Wert ist eine Schätzung, und deine Marge hängt vollständig von ihr ab. Hier siehst du, wie sich Marge und Urteil verschieben, wenn deine Schätzung zu hoch oder zu niedrig ausfällt.
| Fairer Wert | Sicherheitsmarge | Urteil |
|---|---|---|
| $80,00 (-20%) | 18,8 % | Kauf |
| $90,00 (-10%) | 27,8 % | Kauf |
| $100,00 (deins) | 35,0 % | Klarer Kauf |
| $110,00 (+10%) | 40,9 % | Klarer Kauf |
| $120,00 (+20%) | 45,8 % | Klarer Kauf |
Was das bedeutet: Bei über 30 % wirkt diese Aktie im Verhältnis zu deiner Schätzung deutlich zu günstig bewertet, ein klassischer Einstiegspunkt beim Value Investing.
Die Verlässlichkeit dieses Ergebnisses hängt vollständig von der Qualität deiner Schätzung des inneren Werts ab. Nutze unseren Graham-Zahl-Rechner oder ein DCF-Modell, um den inneren Wert zu schätzen.
Dieser Rechner wendet die klassische Value-Investing-Formel an, die Benjamin Graham geprägt hat: Sicherheitsmarge (%) = (Innerer Wert − Aktueller Kurs) ÷ Innerer Wert × 100. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass die Aktie unter deinem geschätzten fairen Wert gehandelt wird; ein negatives Ergebnis bedeutet, dass sie darüber gehandelt wird.
MoS (%) = (Intrinsic Value − Price) ÷ Intrinsic Value × 100
Schritt 1: Gib den aktuellen Marktpreis der Aktie ein, die du bewertest.
Schritt 2: Gib deinen geschätzten inneren Wert ein. Dafür kannst du unseren Graham-Zahl-Rechner, ein DCF-Modell oder eine beliebige andere Bewertungsmethode nutzen.
Schritt 3: Die Sicherheitsmarge, ein farblich gekennzeichnetes Urteil, eine visuelle Skala und eine Sensitivitätstabelle erscheinen sofort beim Tippen.
Schritt 4: Nimm das Urteil als Signal, nicht als Garantie. Eine hohe Sicherheitsmarge senkt das Risiko, beseitigt es aber nie.
Die Sicherheitsmarge ist der Abstand zwischen dem inneren Wert einer Aktie und ihrem aktuellen Marktpreis, ausgedrückt als Prozentsatz des inneren Werts. Sie ist das zentrale Konzept des Value Investing, eingeführt von Benjamin Graham in Security Analysis (1934) und bekannt gemacht in The Intelligent Investor (1949). Graham vertrat die Ansicht, dass der Kauf einer Aktie mit einem deutlichen Abschlag auf ihren inneren Wert einen Puffer schafft, eine Sicherheitsmarge, die Anleger vor Bewertungsfehlern, unvorhergesehenen Ereignissen und Marktschwankungen schützt.
Warren Buffett, Grahams berühmtester Schüler, hat die Sicherheitsmarge die drei wichtigsten Wörter beim Investieren genannt. Anders als spekulative Ansätze, die auf Momentum oder Stimmung setzen, verlangt das Value Investing, dass Anleger wissen, was sie kaufen, und sich weigern, zu viel zu zahlen. Die Sicherheitsmarge beziffert genau, wie groß der Abschlag ist, den du erhältst, und damit, wie viel Spielraum für Fehler dir bleibt.
MoS (%) = (Intrinsic Value − Current Price) ÷ Intrinsic Value × 100
Liegt der innere Wert einer Aktie bei $100 und sie wird zu $70 gehandelt, beträgt die Sicherheitsmarge 30 %. Wird sie zu $110 gehandelt, ist die Marge minus 10 %, du zahlst also einen Aufpreis von 10 % über dem fairen Wert. Die Formel ist einfach, doch ihre Aussagekraft liegt in der Qualität der Schätzung des inneren Werts, die in sie einfließt.
Zu den gängigen Methoden, den inneren Wert zu schätzen, gehören die Graham-Zahl (ein schneller Filter auf Basis von EPS und Buchwert), die Discounted-Cashflow-Analyse (DCF), die künftige freie Cashflows prognostiziert und auf den Barwert abzinst, der Ertragswert (EPV) sowie die substanzwertbasierte Bewertung. Jede hat Stärken und Grenzen. Die Berechnung der Sicherheitsmarge selbst bleibt immer gleich; nur die Qualität der Eingaben ändert sich.
Graham verlangte für gewöhnliche Aktien in der Regel eine Sicherheitsmarge von mindestens 33 % und für Anleihen mit Investment-Grade-Rating 10 bis 20 %. Der nötige Puffer hängt von der Unsicherheit der Schätzung des inneren Werts ab: Je schwerer ein Unternehmen zu bewerten ist (etwa junge Firmen oder zyklische Branchen), desto größer muss die Sicherheitsmarge sein. Für überschaubare, stabile Unternehmen mit verlässlichen Cashflows kann eine Marge von 15 bis 20 % ausreichen.
Unser Rechner nutzt diese Schwellen als Orientierung: über 30 % ist ein Signal für „Klarer Kauf“, 15 bis 30 % ein „Kauf“, 0 bis 15 % ein „Halten“ (möglicherweise interessant, aber mit geringem Puffer) und unter 0 % „Überbewertet“ (über dem geschätzten inneren Wert gehandelt). Das sind keine festen Regeln, sondern Ausgangspunkte für die weitere Analyse. Eine Sicherheitsmarge von 5 % bei einem grundsoliden Blue Chip kann attraktiver sein als eine Marge von 40 % bei einem hochspekulativen Unternehmen.
Der Sicherheitsmargen-Rechner entfaltet seine größte Wirkung, wenn du ihn mit einem verlässlichen Modell für den inneren Wert kombinierst. Beginne mit unserem Graham-Zahl-Rechner um schnell eine Schätzung des inneren Werts zu erhalten, und gib diese Zahl anschließend hier ein, um deine Sicherheitsmarge zu sehen. Für eine tiefere Analyse nutze ein DCF-Modell und gib dessen Barwert in diesen Rechner ein.
Denk daran: Die Sicherheitsmarge ist ein Werkzeug zum Risikomanagement, für sich allein aber kein Kaufsignal. Berücksichtige stets die Qualität des Unternehmens, die Beständigkeit seines Wettbewerbsvorteils, die Qualität des Managements und das gesamtwirtschaftliche Umfeld, bevor du eine Anlageentscheidung triffst. Dieser Rechner unterstützt die Analyse, er ersetzt sie nicht.
Benjamin Graham empfahl für gewöhnliche Aktien mindestens 33 %. In der Praxis suchen die meisten Value-Investoren je nach Sicherheit ihrer Schätzung des inneren Werts 20 bis 50 %. Für gut vorhersehbare Unternehmen (etwa Basiskonsumgüter oder Versorger) können 15 bis 20 % genügen. Für weniger vorhersehbare Firmen (Technologie, Biotech, zyklische Werte) verlangen viele Anleger 40 bis 50 % oder mehr. Es gibt keine allgemeingültige Zahl: Die nötige Marge spiegelt wider, wie sicher du dir deiner Bewertung bist.
Die häufigsten Ansätze sind: (1) die Graham-Zahl, die Quadratwurzel aus 22,5 × EPS × Buchwert je Aktie, nützlich für klassische Value-Aktien; (2) die DCF-Analyse, die freie Cashflows 5 bis 10 Jahre in die Zukunft prognostiziert und mit einem passenden Satz (WACC) abzinst; (3) der Ertragswert (Earnings Power Value), die aktuellen normalisierten Gewinne geteilt durch die Kapitalkosten; (4) die Vergleichsanalyse mit ähnlichen Unternehmen, bei der ein branchenübliches KGV oder ein EV/EBITDA-Multiplikator angewendet wird. Jede Methode liefert eine andere Schätzung, daher mitteln viele Anleger mehrere Modelle, um Fehler zu verringern.
Nicht unbedingt. Eine sehr hohe Sicherheitsmarge kann auf eine echte Unterbewertung hindeuten, sie kann aber auch bedeuten, dass deine Schätzung des inneren Werts falsch ist, dass der Markt etwas weiß, das du nicht weißt (etwa sich verschlechternde Fundamentaldaten), oder dass die Aktie eine Wertfalle ist, also ein Unternehmen, das günstig wirkt, aber weiter an Wert verliert. Prüfe stets, warum eine Aktie mit einem großen Abschlag gehandelt wird, bevor du sie für eine Gelegenheit hältst. Die Sicherheitsmarge senkt das Risiko bei korrekten Bewertungen; eine fehlerhafte Analyse kann sie nicht ausgleichen.
Die Graham-Zahl ist eine Methode, den inneren Wert zu schätzen. Die Sicherheitsmarge berechnest du, nachdem du eine Schätzung des inneren Werts hast: Sie sagt dir, wie groß der Abschlag ist, den der aktuelle Marktpreis darstellt. Mit unserem Graham-Zahl-Rechner kannst du einen inneren Wert ermitteln und diese Zahl anschließend in diesen Sicherheitsmargen-Rechner eingeben, um zu sehen, wie der aktuelle Kurs im Vergleich dasteht.
Für eine tiefere Auseinandersetzung lies unseren begleitenden Artikel: Was ist die Sicherheitsmarge? Ein Leitfaden für Value-Investoren

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